Solidarisches Grußwort der Emanzipatorischen Antifa Münster

Folgender Text erreichte uns heute per Mail. Herzlichen Dank dafür.

Hallo Genoss*innen,

vielleicht sind es die eigenen Erfahrungen, wie beschissen der Umgang
mit sexualierter Gewalt in linken Szenen sein kann, die einige von uns
gemacht haben (ohne unbedingt persönlich betroffen gewesen zu sein): So
geschockt wir auch über eure eindrücklichen Schilderungen des
sexistischen und täterorientierten Alltags – im AZ Wupppertal in eurem
Text “AZ Wuppertal – Es reicht! Emanzipatorische Räume ermöglichen!”
sind, so wenig können wir dennoch sagen, wir wären vollkommen
überrascht. Die von euch beschriebenen sexistischen Zustände sind nach
unserer Wahrnehmung leider schon viel zu lange und viel zu sehr traurige
Selbstverständlichkeit in manchen (oder vielen?) Bereichen von dem, was
sich in Deutschland “linke Szenen” nennt. Es ist höchste Zeit, dass sich
hier gewaltig was ändert.

Mit dieser Mail wollen wir unsere ausdrückliche Solidarität mit allen
Betroffenen und mit euch, den Verfasser_innen des o. g. Textes,
ausdrücken. Wir wünschen allen Betroffenen sexualisierter Gewalt im und
um das AZ Wuppertal herum und ihren Unterstützer_innen viel Kraft für
die Zukunft.

Wir sind uns bewußt, dass es nur ein vergleichsweise geringer Beitrag
ist, den wir mit diesem solidarischen Grußwort leisten. Wenn es etwas
gibt, was ihr euch darüber hinaus von uns wünscht, dann lasst es uns
bitte wissen. Wir werden uns ernsthaft bemühen, diesen Wünschen zu
entsprechen. Wir könnten beispielsweise beim AZ-Plenum vorbeikommen und
berichten, wie wir in unserem Laden in Münster antisexistische Standards
formuliert haben und mit sexistischen Übergriffen umgehen.

Mit emanzipatorischen Grüßen
Emanzipatorische Antifa Münster